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Spass haben mit kleinen und großen Bahnen


    Zum Weinen

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    Trambino

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    Re: Zum Weinen

    Beitrag  Trambino am Sa 08 Sep 2018, 12:44

    Wertgeschätzter Hobbykollege Ulrich1941,

    eine späte Reaktion auf Deinen Ursprungsbeitrag "Zum Weinen" - so wie auf meine eigenen Themen kaum Reaktionen kommen, kann ich mit den meisten hier erscheinenden kaum was anfangen und schaue daher nur selten nach, was es an neuen Beiträgen gibt. Ich finde meine These immer wieder bestätigt: "Wir Modellbahner sind alle Individualisten, die sich durch das gemeinsame Hobby voneinander unterscheiden".
    Ich fand den von Dir vorgestellten klassischen Dachbodenfund gar nicht zum Weinen, im Gegenteil, es ist eher ein Grund zum Freuen und ein Wunder, daß diese Sachen nach so langer Zeit überhaupt noch vorhanden sind, umso mehr nach einem Wasserschaden, infolgedessen Rostbefall zu erwarten gewesen wäre. Es ist doch selbstverständlich, das beim Spielen mit der Eisenbahn auch was kaputt geht, das geht sogar mir so. Mit diesen Zügen ist zu ihrer Zeit offenbar viel gespielt worden und das ist für mich etwas sehr positives, daß sie ihren Zweck erfüllt haben und Kinder Spaß daran hatten. In den allermeisten Fällen wird Spielzeug weggeworfen, wenn es kaputt ist, nicht mehr schön aussieht oder nur das Interesse daran erloschen ist. Deswegen ist Spielzeug aus so ferner Zeit ja so selten und etwas besonderes.
    Mir gefallen die auf den Fotos zu sehenden Züge so wie sie sind in ihrem mehr oder weniger bespielten Zustand. In Vitrinen sollten neuwertig erhaltene Modelle gestellt werden, damit sie so bleiben. Schönheit liegt im Auge des Betrachters, sagt der Philosoph. Für meines repräsentieren diese alten Modelle einen Betriebszustand, den andere heutzutage mühsam durch Altern herstellen. Da die Uhrwerke noch in gutem Zustand sind, sollten sie benutzt werden und die Züge auf geeigneten Veranstaltungen zum Leben erwecken. Ich bin sicher, was Kindern vor über achtzig Jahren Spaß gemacht hat kann es auch heute. Nach meinen langjährigen Erfahrungen wollen Kinder gerne etwas selber machen dürfen. Den Schlüssel reinstecken, aufziehen und fahrenlassen, das gibt es doch heute gar nicht mehr neu und ist eine Attraktion. Und da die Modelle schon ihre Beulen und Kratzer haben, ist es nicht so schlimm, wenn vielleicht noch welche dazukommen, bei zu ruppigem Umgang kann man ja einschreiten. Daß die Sachen aus der Zeit ihrer Urgroßeltern stammen finden Kinder bestimmt auch spannend. Also ich hätte wirklich nur verbogene Teile vorsichtig gerichtet, fehlende wie die Stromabnehmer der Ellok durch Replikateile ersetzt und durch Reinigen und Ölen der beweglichen Teile die Betriebsfähigkeit hergestellt. Der bespielte Zustand dieser Züge bietet gerade die Chance, das Spielen damit zu ermöglichen ohne die Sorge vor Wertverlust.
    Ich muß sagen, ich habe auch nach mehrfachem Durchlesen des urprünglichen Beitrags nicht verstanden, was eigentlich die Fragen sind. Ich gebe zu, daß für mich Katalognummern, genaue Produktionsjahre von bis, Sammlerwert usw. nicht relevant sind, wenn ich weiß "Märklin vor 1945" reicht mir das vollkommen. Daher wunderte ich mich auch über anschließende Klage über mangelnde Bereitschaft zum Teilen von Expertenwissen. Später wurden dann ja Hinweise und Links gegeben.
    Möge jeder auf seine Weise Freude an alten Spielbahnen haben entsprechend dem Namen unseres Forums. Verständnis für vom Mainstream abweichende Ansichten wünscht sich
    Trambino
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    Ulrich1941

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    Re: Zum Weinen

    Beitrag  Ulrich1941 am Sa 08 Sep 2018, 19:59

    Servus hochlöblicher Straßenbahner!
    Danke für Deine sehr ausführlichen Betrachtungen.
    Ganz allgemein ist diesen vollinhaltlich zuzustimmen. Ich habe da und dort, wenn auch nicht so
    ausführlich, auch schon beitragen dürfen.
    Zum Gegenständlichen: Es war Stefan`s Großvater, der mit dieser "Aufzieheisenbahn" spielte.
    Über den Umgang damit möchte ich mich nicht mehr äußern, aber da war ich mit dem Wenigen,
    das einem 1941er ererbt zukam, schon zärtlicher.
    Der heutige Enkel hat zwar keine spielbahnerischen Ambitionen, ist beruflich ganz anders gelagert,
    Programmierung, aber aufgestellt werden die Fahrzeuge sehr wohl. An Restaurierungen ist nicht zu denken.
    Ich mache es sicher nicht, da ich um den  Zustand Bescheid weiß. U.a. Zinkfraß. Auf den Bildern sieht es nicht halb so arg aus, wie es tatsächlich ist. Natürlich schön putzen wird er schon. Im übrigen möchte ich Teil zwei unserer H0-Bahn mit Unterstützung meiner Süßen einigermaßen hinkriegen, bevor man mir die Kiste zunagelt.
    Die Mä.-Teile wären ein Fünfjahresplan.
    Fragen nach dem Wert in Levonzen, auch € genannt, stellen sich ohnehin nicht. Ideeler Wert schon.
    Und die Nachwüchsin ist derzeit noch eine Wuzeline mit rd. 8 Monate. Und aus der wird sicher eine
    Musikerin wie die Mutter.
    Mit Unterstützung aus dem Forum bin ich übrigens zu beachtenswerten Informationen gelangt.

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    Unter dieser Seite
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    findet sich Stoff für viele Stunden.
    Unter Märklin unglaubliche Mengen. Auch wenn es für mich nicht relevant ist, spannend ist es sehr  und unterhaltend.
    Und Deine, "vom Mainstream abweichenden Ansichten" sind hin und wieder sehr wohl auch meine,
    mutatis mutandis - wie der Lateiner sagt.
    In diesem Sinn grüßt herzlich
    Ulrich


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    Ulrich1941

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    Re: Zum Weinen

    Beitrag  Ulrich1941 am Sa 08 Sep 2018, 20:04

    Servus Karl!
    Danke!
    Nur kurz.
    Reingeschaut
    Aber dann doch noch schlafen gegangen.
    Nicht schlecht.
    Herzlich aus der St.Eiermark
    Ulrich


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    Re: Zum Weinen

    Beitrag  Trambino am So 09 Sep 2018, 15:38

    Wertgeschätzter Ulrich1941,
    "mutatis mutandis - wie der Lateiner sagt" - ich habe auf Wunsch der Familie Latein in der Schule gelernt, ich schätzte den Lehrer sehr, aber es ist mit großem Abstand das Schulfach, das für mich dem Anspruch "non scholae sed vitae discimus (nicht für die Schule sondern für das Leben lernen wir)" am wenigsten gerecht geworden ist - würde ich in diesem Fall deuten als "aufgrund erkannten Korrekturbedarfs hat sich meine Ansicht geändert".
    Ich finde es interessant, etwas über die Geschichte alter Stücke zu erfahren, in diesem Fall in Deiner Verwandschaft. Hobbyinteresse vererbt sich nicht. Kinder von vier bis zehn Jahren sind in der Regel offen dafür, Dinge auszuprobieren, die man ihnen anbietet, und haben nach meiner Erfahrung unabhängig vom Geschlecht Spaß daran, Züge selbst fahren zu lassen. Gründe, warum bei einem daraus eine lebenslange Liebhaberei wird und bei anderen trotz intensiver Bemühung des Vaters gar nicht, habe ich noch nicht herausgefunden. Ich glaube, viel mehr als die dann nicht mehr Wuzeline im entsprechenden Alter ins Spiel mit einzubeziehen kann man nicht tun. Wenn sie dann noch viel später Verständnis für ein solches Hobbyinteresse eines Partners aufbrächte wäre schon was gewonnen.
    Fotos von den Blechzügen, deren Zustand Du zum Weinen fandest, nach erfolgter Reinigung und Aufstellung würde ich zu gegebener Zeit gerne sehen.
    Von historytoy.com hatte ich noch nie gehört. Ich habe als erstes nach dem Bereich gesucht, in dem ich mich auskenne, und ziemlich lange gebraucht, bis ich ihn an unerwarteter Stelle gefunden habe. Das folgende Beispiel weckt bei mir Zweifel an der Zuverlässigkeit der Angaben auf dieser Website:
    [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
    Es steht in der Kategorie Blech / Straßenbahnen / Eheim. Tatsächlich handelt es sich nicht um eine Straßenbahn sondern um einen Oberleitungsomnibus mit Anhänger, nicht aus Blech sondern aus Bakelit, nicht von Eheim sondern von Fischer, nicht vom Baujahr 1845 sondern aus den 1950er Jahren, der Aufdruck lautet nicht EWE sondern EWF, reicht das? Nach eigenen Angaben auf [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] hat der Inhaber der Website Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Sammeln begonnen, dann verfügt er ja über reiche Erfahrung. Oder sollte er die Haltung eines leider inzwischen verstorbenen Modellbahnanbieters teilen, dessen Informationen stets mit dem Hinweis endeten: "wer Schreibfehler findet, kann sie behalten"?
    Herzliche Grüße in die Heilige Eiermark,
    Trambino
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    Ulrich1941

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    Re: Zum Weinen

    Beitrag  Ulrich1941 am Di 11 Sep 2018, 10:23

    Servus Trambino!
    Für den Fall, daß Du mein privates Anschreiben bekommen hast, schreibe bitte Bescheid.
    schöne Grüße
    Ulrich


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    Re: Zum Weinen

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