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    "Echter" Oberleitungsbetrieb

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    dcho

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    "Echter" Oberleitungsbetrieb

    Beitrag  dcho am Do 24 Mai 2012, 20:59

    Sehr geehrte Spassbahner,
    einige von Euch wissen, dass ich meine Anlage mit einer "echten" Oberleitung ausgestattet habe. Das bedeutet, dass die Lokomotiven mit Dachstromabnehmer den Strom eben aus dieser Oberleitung über ihre Bügel beziehen.
    Angefangen hat das damit, dass ich so eine "Anfangsgarnitur" von Vollmer mit ein paar Masten und Fahrdrähten geschenkt bekommen habe. Nach dem Aufbau einer "Probestrecke" merkte ich als 2-Leiter-Fahrer, dass die Oberleitung weniger schmutzanfällig ist und war als die Schienen. Digitalbetrieb gabs damals übrigens noch nicht. Da es gut aussieht und die Loks nun endlich den "Bügel am Draht haben konnten" fiel die Entscheidung, die Oberleitung auf die ganze Anlage auszudehnen.
    Ich wußte damals noch nicht, wieviel Spass und stellenweise Frust ich mir mit dieser Entscheidung einhandelte! Shocked

    Nun, nach über 20 Jahren Erfahrung möchte ich diese zum Besten geben. Meine Oberleitung ist eine selbstentwickelte "Semigespannte" Oberleitung mit Masten der Firmen Sommerfeld, Kleinbahn und Vollmer. Die Drähte sind von Vollem und Sommerfeld mit den Dicken zwischen 0,5mm und 0,7mm. Mancher sagte Wasserrohre dazu...
    Die Sommerfeldt-Oberleitung ist eine gespannte, während die Kleinbahn-, Vollmer- udn Märklin-Oberleitung (um einige zu nennen) "selbstragend ausgeführt werden. Das heißt, die Drähte brauchen nicht gespannt zu werden.

    So genung der Worte, ich weiß Ihr wollt Bilder sehen...

    Zuerst die Masten:


    Sommerfeldmast, Stahl rund, als Betonmast

    Sommerfeltmast, Doppel-T-Träger als Stahlmast

    Vollmer-Kunststoffmast, Vorbild DB, Verbinder zw. Fahrdrahthalter und Trägerseil oben entfernt =Vorbildlicher aber unstabiler...

    Kleinbahn-Kunststoffmast, Vorbild DR / DB
    Alle Masten wurden farblich nachbehandelt, was für die Wirkung sehr gut ist. Vor allem das silbrige glänzen der Drähte verschindet. Die Masten werden auch in den Tunnelpassagen verwendet, teilweise aber nur mit einfachen Fahrdrähten.

    Jetzt möchte ich Euch den zweiten wichtigen Bestandteil für einen funktionierenden Betrieb vorstellen, nämlich die Stromabnehmer, Hier möchte ich mit ein paar Scherenstromabnehmern und einem Einholmstromabnemer anfangen. Wichtig ist, dass die Stromabnehmer leichtgängig sind und in jeder Lage einen gleichmäßigen Anpressdruck ausüben.
    Interressanterweise schaffen diese Übung ältere Konstruktionen besser als manche superfiligranen Neuentwicklungen. Bei fast allen Stromabnehmern mit zei Federn kann eine Feder entfert werden. Ölen und / oder Säubern der Gelentstellen wirkt Wunder bzgl. der Beweglichkeit!


    Zuerst der "unverwüstliche" KB-Scherenstromabnehmer, Eigentlich schön vorbildgerecht (Vor allem das Schleifstück) und sehr funktional!


    Das Gegenstück von Märklin, Vorbild ein DB DBS 54, sehr funtional, sehr "weiche" und supergleichmäßiger Anpressdruck mit nur einer Feder... einer meiner persönliche Favoriten!


    Älterer Sommerfeld-Pantho, ähnliche gute Eigenschaften wie Märklin, farblich Nachbehandelt.

    Sommefeldt-Pantho für ältere DR-Fahrzeuge, gute Betriebseigenschschaften, manchmal mußte ich die "Notlaufhörner" verlängern.


    Neuerer Sommerfeld-Stromabnehmer, gute Betriebseigenschaften dank der Palettenführung, sehr stabil!!!

    Zum Abschluss noch ein Bild auf ein Quertragwerk von Kleinbahn mit Vollmer-Fahrdrähten

    Sehr stabil und betriebssicher - Die Fahrdrähte sind teilw. mit Sekundenkleber "gesichert".

    Ich hoffe, ich konnte Euch Lust auf Oberleitungsbetrieb machen - wird bei fortgesetzt, vor allem wegen der vielen Stromabnehmer, die es noch zu zeigen gibt Very Happy Very Happy Very Happy

    Viele Grüße
    Christian
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    raily

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    Re: "Echter" Oberleitungsbetrieb

    Beitrag  raily am Do 24 Mai 2012, 23:46

    Moin Christian,

    dcho schrieb:Ich hoffe, ich konnte Euch Lust auf Oberleitungsbetrieb machen

    das brauchst du nicht, zumindest bei mir, denn eine E-Lok ohne Fahrdraht gibt es bei mir nicht, da brauche ich keine E-Lok.
    Als alter Märkliner habe ich natürlich die alte Märklin-OL, zwar etwas grob in der Ausführung aber sehr robust im Betrieb und bei "händischen" Eingriffen.

    Zwei Beispiele des Drahtverhaus auf meiner Ehemaligen:





    Viele Grüße,
    Dieter.


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    Märklinbahner (H0 AC) mit Pause seit `61, favorisierend die älteren Modelle, Ep. III-IVa. Und neuerdings ein bißchen DC.

    wd.
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    aon.913656323

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    Re: Oberleitung

    Beitrag  aon.913656323 am Fr 25 Mai 2012, 10:13

    Hallo Jungs,

    das sieht sehr gut aus. Wobei ich auch die alte Oberleitung (Märklin, Kleinbahn) noch schön finde.

    Preislich ist die aus der früheren DDR stammende Hobbex-Oberleitung eine interessante Alternative.

    Ansonsten ist auch möglich, in Unter- und Oberleitung unterschiedliche Systeme zu fahren. Z. B. mit Märklin-System in der Unterleitung (Vorsicht vor Kurzschlüssen bei DIGITAL!) und in der Oberleitung mit Gleichstrom.

    Ein digitaler Oberleitungsbetrieb ist jedoch problem-behaftet, denn die Ünertragung der Digital-Signale funktioniert nicht zuverlässig genug.

    Wenn man alle seine Fahrzeuge digitalisiert hat, gibt es aus meiner Sicht keinen Grund mehr, eine funktionierende Oberletung einzusetzen. Dann kan man sich auf den sichtbaren Teil der Anlage beschränken....

    Gruß

    Volker


    _________________
    KLEINBAHN-Märklinist, MM2 und DCC

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    Re: "Echter" Oberleitungsbetrieb

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