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    Digitalisierung einer V200 von Märklin

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    Karl
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    Digitalisierung einer V200 von Märklin

    Beitrag  Karl am So 22 Apr 2012, 21:37

    Guten Abend, Forumianer!

    Nachdem unser lieber Volker mir mit seinen Umbau- bzw. Digitalisierungs-Berichten in unserem Forum schon längere Zeit den Mund wässrig gemacht hat, besorgte ich mir am vergangenen Freitag ein entsprechendes Umbauset von ESU und wagte heute am Abend meine erste Digitalisierung eines analogen Modelles. Eines vorab: Dies ist kein Bericht für eingefleischte "Altbahner", denn ich bin in jeder Hinsicht ein technischer Azubi, und auf den Bildern wird dementsprechend nicht ein vollendetes fachmännisches Wirken dokumentiert Embarassed Embarassed

    Im "Lok Pilot V4.0 Digital-Set #1" von ESU sind ein passender Permanentmagnet, zwei Entstördrosseln sowie 1 Lok Pilot 4-Decoder enthalten. Eine entsprechende Schnittstelle, in welche der Decoder geklipst wird, besorgte ich mir dazu. Dadurch erspart man sich zukünftige Lötarbeit, wenn man den Decoder tauschen möchte.



    Als Übungswiese verwendete ich eine V200 von Märklin. Dies darum, weil ich erstens 3 davon besitze und zweitens weil der Umschalter schon sehr launische Anwandlungen an den Tag legte. Ein 100%iger Verhau als Anfänger hätte für mich somit keinen gravierenden finanziellen Schaden verursacht. Am Handbuch der Digi-Sets bzw. am gestern hier eingestellten Produktkatalog klebend, füllte sich sehr schnell der uralte Blechwagen von Liliput nach dem Ablöten fast aller Kabel mit den ausgebauten Teilen der altehrwürdigen V200


    Zweites großes Problem: Motorschild mußte runter. Wenn das mal gut geht ... (Schweißperlen tropften bereits auf die Arbeitsfläche clown ). - Im Handbuch stand, vor dem Entfernen des Motorschildes die Kohlen rauszunehmen. Machte ich natürlich auch Twisted Evil


    Alles gut gegangen, nix passiert; ich wurde keck: Sofort raus mit dem alten Magnet und dessen Wicklung


    Und gleich noch den Anker mit Kollektor raus - aufs erste passte der neue Permanentmagnet ganz passabel rein


    Ein bisschen hin- und hergespielt, jawolll: Anker mit Kollektor passte haarscharf rein; wie angegossen


    Motorschild wieder rauf (natürlich wurde zuerst sämtliche Teile des Motors gesäubert) - perfekt


    Auch von oben: Saubere Leistung; die Teile des Umbausets von ESU passten "wie die Faust auf's Auge". Da kommt Freude auf


    Dann ein bisschen Kabel abisolieren, Handbuch mit der Verzweiflung des Anfängers fast aufgegegessen, und gelötet: Wenn ich hier was falsch machen würde, wären ein schönes altes Teil sowie rd. 40 Euronen innerhalb von Sekunden nach dem Aufgleisen Geschichte ...


    Noch ein skeptischer Blick auf den umgebauten Motor, die Lötstellen sowie die zusammengebundenen Kabel ...



    Ein kurzer Versuch auf der Teststrecke mit dem nur sehr gering aufgedrehten Trafo -> es sah so aus, als ob ich keinen Kurzschluss gebaut hätte. Doch der alles entscheidende Test bezüglich des korrekten Einbaus, welcher über Gedeih oder Verderb des Decoders entschied, stand noch bevor.
    Auf's Programmiergleis gestellt, die Steuerungszentrale eingeschalten -> keine Funken oder Flammen, kein Gestank. pig gehabt Laughing . Ab jetzt wurde es Routine: Decoder programmiert, die V200 in der Steuerungszentrale angelegt. Guter Tag.

    Und dann gleich ab in den Betriebsdienst als Bespannung vor einem Schnellzug mit Wagen aus den 50ern Laughing Laughing


    Jepp, auch Bürohengste bringen was Handwerkliches zusammen. Dank der guten Ratschläge von Volker und Roland, dank dem Digi-Set von ESU

    Ich wünsche Euch einen guten Wochenbeginn!


    LG aus dem Innviertel,
    -Karl


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    berglok
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    Re: Digitalisierung einer V200 von Märklin

    Beitrag  berglok am So 22 Apr 2012, 21:52

    Hallo Karl,

    du alter Bastler Very Happy Respekt cheers

    Freut mich, das du einer deiner alten V200 einen neuen Geist eingehauchen konntest.

    Weiter so !

    Danke für den guten Bericht,
    LG Ralph
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    raily

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    Re: Digitalisierung einer V200 von Märklin

    Beitrag  raily am So 22 Apr 2012, 22:16

    Moin Karl,

    Glückwunsch zur OP!

    Und wenn du sorgfältig nach Anleitung gearbeitet hast, dürfte auch nichts schief gehen, das Licht würde ich noch dimmen, mindestens um die Hälfte, sonst machen es die Birnchen nicht mehr lang, denke du hast die alten drinnen gelassen. Bei der Kabelverlegung bitte darauf achten, daß sie nicht an den Spurkränzen schleifen könnten, auf dem Foto sieht es fast so aus, als ob.

    Und noch viel Spaß mit dem neuen alten Modell.

    Viele Grüße,
    Dieter.


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    Märklinbahner (H0 AC) mit Pause seit `61, favorisierend die älteren Modelle, Ep. III-IVa. Und neuerdings ein bißchen DC.

    wd.
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    Frankenbahner

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    Re: Digitalisierung einer V200 von Märklin

    Beitrag  Frankenbahner am So 22 Apr 2012, 22:30

    Hallo Karl,

    was mir aufgefallen ist: auf den Bildern des Motors ist am rechten Motoranschluß noch ein Stück roter Kuperdraht von der alten Feldspule. Entferne dieses Drahtstück, bevor Du die Lok das nächste Mal in Betrieb nimmst - wenn das mit dem Metallgehäuse in Kontakt kommt - und das passiert bei Kurvenfahrt schnell - oder dem Metallrahmen des Motorschildes, dann führt das zu einem Kurzschluß, der den Decoder zerstören kann.

    Gruß
    Florian
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    TEE2008

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    Re: Digitalisierung einer V200 von Märklin

    Beitrag  TEE2008 am So 22 Apr 2012, 22:49

    Hallo Karl,
    Glückwunsch zum erfolreichen und schon professionell aussehenden Umbau!
    Meine erste vor 2 Jahren selbst, damals noch nicht ganz professionell ordentlich, mit einer 8-poligen Schnittstelle von ESU umgerüstete Lok (unbenutze Einzelteile einer 37401), habe ich vor einigen Wochen nun, jetzt mit mehr Erfahrung, professioneller umgerüstet.

    Jetzt könnte man meinen, dass sie so das Werk verlassen hat:







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    aon.913656323

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    Re: Erster Digitalumbau

    Beitrag  aon.913656323 am Mo 23 Apr 2012, 00:50

    Servus Karl,

    das hat ja schon richtig gut geklappt. Roland hat Dir das richtige Material empfohlen, so hätte ich das auch gemacht.

    Zum Glück hat der Permanent-Magnet von ESU sofort gepasst. Das muss nicht immer so sein, manchmal muss man etwas nacharbeiten. Dann ist es gut, wenn man einen Dremel / Proxxon hat.

    Den überstehenden Draht solltest Du unbedingt noch entfernen, es kann leicht ein Kurzschluss mit dem Gehäuse passieren, das verträgt der Decoder nicht. Die uralten Entstörteile (da steht 50 drauf) darfst Du auch einfach entfernen, z. B. durch abknipsen mit dem Seitenschneider.

    Jetzt solltest Du uns noch mitteilen, wie Du den Decoder programmiert hast. Nur die Adresse?

    Die Lampen sollten gedimmt werden -wie schon erwähnt- sonst sind sie bald im Birnchen-Himmel. Mit dem Lok-Programmer stelle ich sie von 31 (default) auf 15 bis 20 runter. Auch müssen die Motorwerte angepasst werden, schau mal in das Manual. Dort sind die richtigen CVs für den großen Märklin-Scheibenkollektormotor plus ESU-Magnet enthalten. Wenn Du das gemacht hast, wirst Du Dich wundern, wie sanft und ruckfrei die Lok selbst bei Langsamfahrt läuft.

    Gruß

    Volker



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    Karl
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    Re: Digitalisierung einer V200 von Märklin

    Beitrag  Karl am Mo 23 Apr 2012, 07:45

    Hallo, Jungs!

    DANKE für eure Tipps - das hilft einem Anfänger wie mir gewaltig

    Ja, es sind - wie von euch Profis auf Anhieb richtig erkannt - noch die alten Lämpchen drinnen. Roland und ich meinten, sobald das Mechanische hinhaut, würde er mir beim nächsten Mal noch sagen, wie man das Flackern der Beleuchtung wegbringt. Er erzählte da irgend was von Impulsen, welche durch die Schienen übertragen zu den Birnchen kommen und über irgend was in den Lampenfassungen verursacht/verhindert werden können ... ????
    Werde aufgrund eurer tollen Unterstützung heute mal mit meinem Navigator zu dimmen versuchen (als Anfänger wusste ich gar nicht, dass das geht Embarassed ).
    Den restlichen Draht am 2er-Anschluss werde ich heute gleich noch entfernen - hier war ich zu schleissig, geb' ich zu Twisted Evil .

    @Tobias: Schaut wirklich wie n'Austritt aus dem Werk aus. Wenn ich irgendwann mal annähernd so weit sein sollte, schmeiss ich ne Runde Twisted Evil Twisted Evil

    Danke auch nochmals an dieser Stelle für eure Unterstützung und Tipps - ich werde hinkünftig auch noch weiter von eurem Wissen partizipieren müssen, denn ich hab' noch viel vor Razz und diese Workshops hier sind für andere, welche reinschauen, sicherlich auch sehr wertvoll, denn ich fand bisher eigentlich net wirklich ähnliches für mich als Anfänger. Die Furcht, etwas kaputt zu machen, war einfach zu groß. Und Bilder von Umbauarbeiten fand ich bisher hauptsächlich nur hier von euch. DANKE bounce !!!


    LG aus dem Innviertel,
    -Karl
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    aon.913656323

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    Re: Digitalisierung

    Beitrag  aon.913656323 am Mo 23 Apr 2012, 08:39

    Servus Karl,

    Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Very Happy Very Happy

    Das Flackern der Beleuchtung liegt daran, dass sie gegen (Schienen-)Masse geschaltet sind, so wie auch im Analog-Betrieb üblich. Speziell im Motorola-Protokoll "stören" die Digitalsignale die Beleuchtung durch Flackern (vereinfacht ausgedrückt)

    Deshalb muss man sie gegen Masse isolieren. Und als Rückleiter das blaue Kabel (Decoder-Plus) nehmen, dass Du hoffentlich nicht als überflüssig abgeschnitten hast. Das grüne (Aux1) und das violette (Aux2) Kabel wirst Du bei der V200 vermutlich niemals brauchen.

    Von Märklin gibt es dazu spezielle Lampenhalter (624510) und 2-polige Birnchen (610080), die auch für die höhere Spannung im Digitalbetrieb ausgelegt sind.

    Es geht aber auch anders, ohne Ersatzteile zu kaufen. Man isoliert die Birnchen mittels Schrumpfschlauch und dimmt sie. Das habe ich bei einem Kleinbahn-Digitalisierungs-Umbau (1020 zu DR-Ost 254) detailliert beschrieben.

    Gruß

    Volker



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    Re: Digitalisierung einer V200 von Märklin

    Beitrag  Karl am Mo 23 Apr 2012, 10:02

    Hallo, Leute!

    Mit eurer Hilfe werden mir da ja viele zusätzliche Funktionalitäten des Decoders erschlossen! - Ich habe jetzt alles gemacht wie von euch empfohlen und darf für etwaig interessierte Gäste das Ganze nochmals zusammenfassen:


    Optimierte Motorsteuerung auf Märklin's großen Scheibenkollektormotor
    CV2: 4
    CV52: 30
    CV53: 50
    CV54: 40
    CV55: 175
    CV56: 200
    [Achtung: Um in den dreistelligen Bereich zu gelangen, muss man im Menü des "Navigators" von ESU auf "DCC-Programmier-Modus auf dem Servicegleis" umschalten; klingt eigenartig, nachdem man ja eigentlich für Märklin im MM-Modus programmiert, aber nur dann packt man über die Steuerungszentrale die 3stelligen Werte, der Decoder checkt das auch, und im MM-Modus funktioniert's!]
    => Ergebnis: Das altehrwürdige Teil hat sehr feine Fahreigenschaften, fast wie von meinen geliebten Roco-Motoren mir bekannt. Genauso, wie's Volker schrieb!

    Dimmen der Scheinwerfer
    Vorne:
    CV259: 2
    CV262: 15
    Hinten:
    CV267: 2
    CV270: 15
    => Ergebnis: Wie die lieben Foren-Kollegen weiter oben bereits schrieben erzielte ich mit diesen Einstellungen wieder "sanftes" Scheinwerferlicht, und das Überleben der alten Glühbirnchen ist gesichert.

    GRACIAS, Merci beaucoup, THX, DANKE!


    LG aus dem Innviertel,
    ein begeisterter Karl

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    Re: Digital, immer besser

    Beitrag  aon.913656323 am Mo 23 Apr 2012, 11:08

    Ja Karl,

    das sind die richtigen Werte aus dem ESU-Manual.

    Wenn Du -nur interessehalber- mal schauen möchtest, wie einfach und bequem das am Computer (statt mit dem Navigator) geht, lade mal das kostenlose Programm für den Lokprogrammer herunter.

    http://www.esu.eu/download/software/lokprogrammer/

    Dort kannst Du sehen, wie einfach es am Computer eingestellt werden kann. Für Auslesen und Übertragen der Daten vom/zum Decoder sowie für das Aktualisieren der Decoder-Firmware braucht man den eigentlichen Programmer. Das ist ein Kästchen mit Anschluss für Strom, die Schienen und zum Computer, früher seriell, jetzt per USB.
    Das ist das Teil, was Geld kostet, ca. 130 Euro.

    Wenn Du dann z.B. eine ferige Konfigurations-Datei einliest (sowas verschicke ich auf Anfrage per E-Mail) kannst Du mal nachsehen, wie man z. B. einen schweizer Lichtwechsel programmiert. Das ist dann schon etwas "höhere Kunst", besonders ohne das Programm von ESU nur mit kryptischem Anpassen der CVs über eine Zentrale.

    Übrigens: Das ganze Programmieren des Decoders geht immer nur im DCC-Modus. Reine MM-Decoder lassen sich überhaupt nicht per Software programmieren. Daher die 3-stelligen Werte, mit einer 6021-Zentrale, die bei 80 aufhört zu Zählen, nur sehr umständlich programmierbar.

    Gruss

    Volker


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    Re: Digitalisierung einer V200 von Märklin

    Beitrag  Karl am Mo 23 Apr 2012, 13:32

    Servas, Volker!

    Danke, auf dein Angebot komme ich gern zurück Laughing Laughing Laughing . Das Demoprogramm werde ich mir am Abend gleich mal besorgen.
    Das mit dem Programmieren im DCC-Modus - jepp, das hat mir heute 10 Minuten Schweiss gekostet, bis ich draufgekommen bin. Die Gründe dafür hast du oben beschrieben. Ich finde, wir machen hier im Forum ganz schöne Entwicklungs- bzw. Aufbauarbeit für Digi-Betrieb für Newbies, wie ich es bin, gelle?

    LG aus dem Innviertel,
    -Karl
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    Re: Digitalisierung einer V200 von Märklin

    Beitrag  TEE2008 am Mo 23 Apr 2012, 14:13

    Hallo,
    mit dem ESU Lokprogrammer lässt sich ganz einfach noch mehr aus dem Decoder rausholen, wie du bestimmt noch festellen wirst, wenn du die Software hast.
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    Re: Digitalisierung einer V200 von Märklin

    Beitrag  TEE2008 am Fr 01 Jun 2012, 20:04

    Hallo,
    in der aktuellen Ausgabe (Ausgabe 3 2012) des Märklin Magazins wird die Digitalisierung einer alten Märklin Lok anhand einer alten V 200 beschrieben.
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    Karl
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    Re: Digitalisierung einer V200 von Märklin

    Beitrag  Karl am Fr 01 Jun 2012, 20:53

    Jessas - haben die unsere Idee geklaut, Tobias? Laughing Laughing

    LG aus dem Innviertel,
    -Karl

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    Re: Digitalisierung einer V200 von Märklin

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